Seminar für Schüler*innen mit und ohne Fluchterfahrung: Berufskolleg Reckenberg in Rheda-Wiedenbrück

Vom 17. – 18. September 2018 war das Kolping-Netzwerk für Geflüchtete am Berufskolleg Reckenberg in Rheda-Wiedenbrück und führte dort Multiplikator*innenschulungen durch. Das Berufskolleg hat seit 2014 eine sogenannte „internationale Klasse“ in der Schüler*innen auf den Übergang in Regelklassen vorbereitet werden. Somit sind in vielen Klassen Schüler*innen, die selbst geflüchtet sind oder Migrationshintergrund haben. Die Schülervertretung des Berufskollegs setzt sich engagiert für die Integration der geflüchteten Schüler*innen ein.

Am Montag den 17. September wurden in sechs Klassen Schulungen durchgeführt in welchen die Schüler*innen besonders mit Faktenwissen zu Fluchtursachen, Integration und dem Umgang mit Vorbehalten ausgestattet wurden, um in Zukunft als Multiplikator*innen auftreten zu können.
Besonders waren die Schüler*innen an einem Quiz zu Fakten über Flucht interessiert. Das Schätzen von Zahlen bezüglich Flucht und Korrigieren der oft stark abweichenden Schätzungen durch die tatsächlichen Zahlen hinterließ einen starken Eindruck in den Klassen. Außerdem ergab es sich im Rahmen dessen, dass mehrere der Schüler*innen mit eigener Fluchterfahrung zum ersten Mail ihre Erfahrung mit ihren Mitschüler*innen teilten. Auch diskutierten Klassen mit den Fachkräften das Verständnis von Integration von Kolping und konkrete Maßnahmen, welche sie selbst ergreifen könnten, um Integration von Geflüchteten aber auch anderen Außenstehenden zu erleichtern.
Am Dienstag den 18. September standen die Fachkräfte des Kolping-Netzwerk für Geflüchtete für die Schüler*innen während eines Fests an der Schule für Fragen zur Verfügung. Auch hier wurden Diskussionen mit den Fachkräften aber auch unter den Schüler*innen über Integration und Fluchtursachen geführt.

 

Alle Fotos vom Kolpingwerk Deutschland