Aktuelles

Fortbildung: Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in der Migrationsgesellschaft. Haltung und Handlungsstrategien für die Jugendbildungsarbeit entwickeln

Datum: 4. und 5. Dezember 2018 
Ort: Berlin

Foto: Andreas Schölzel

Das Projekt “Empowered by Democracy” lädt junge Menschen mit und ohne Fluchterfahrungen ein, sich in Seminaren und Workshops mit Fragen des Zusammenlebens in der Demokratie auseinanderzusetzen. In diesen oftmals von hoher Diversität geprägten Lernräumen sind politische Bildner*innen zum Teil mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, mit diskriminierenden Äußerungen oder Handlungen konfrontiert. Der Umgang damit stellt hohe Anforderungen an sie, besonders wenn Diskriminierende selbst von Diskriminierung betroffen ist. Der intersektionale Ansatz kann helfen, Situationen in ihrer Komplexität besser zu verstehen und Bildungsprozesse wertschätzend, aber mit einer klaren Haltung in Bezug auf Abwertungs- und Ausgrenzungsprozesse zu gestalten.

Die Fortbildung stellt auf praxisorientierte Weise die Ansätze der Intersektionalität, der Diskriminierungskritik und der Subjektorientierung vor. Anschließend werden in vertiefender Kleingruppenarbeit die häufig als besonders herausfordernd benannten Ungleichheitsideologien Antisemitismus, Rassismus und Sexismus beispielhaft behandelt. Beim abschließenden Ausblick sollen Schlussfolgerungen für die Bildungspraxis zusammengeführt werden.

Gestaltet wird die Fortbildung von Dr. Susanne Offen (Bildungsforscherin an der Leuphana Universität Lüneburg, freiberufliche politische Bildnerin), Carl Chung (Koordinator Politische Bildung beim Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e. V., zuvor langjähriger Leiter des Mobilen Beratungsteams Berlin) und Dr. Olaf Kistenmacher (freier Wissenschaftler, Autor und Pädagoge).

Herzlich eingeladen sind alle Fachkräfte der politischen Jugendbildung.

Programm Fortbildung Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in der Migrationsgesellschaft

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Stärken

Politische Jugendbildung stärkt die Urteils- und Handlungsfähigkeit in der demokratischen Migrationsgesellschaft. “Empowered by Democracy” bietet eine Vielfalt von Seminaren, Workshops und Projekten, in denen Kinder- und Jugendliche ermutigt und befähigt werden, ihr Recht auf Teilhabe wahrzunehmen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Empowerment von jungen Menschen mit Fluchthintergrund. Wir bilden sie aus, selbst Projekte der politischen Bildung umzusetzen.

Bilden

Im Projekt “Empowered by Democracy” diskutieren junge Menschen die Frage, wie wir in dieser Gesellschaft zusammenleben wollen. Wir eröffnen Bildungs- und Begegnungsräume, in denen Jugendliche mit und ohne Fluchthintergrund relevante politische Themen aus ihrem Lebensumfeld diskutieren können. Ziel ist die Förderung demokratischen Denkens und Handelns in einer immer vielfältiger werdenden Gesellschaft.

Vernetzen

Vier große Verbände der politischen Jugendbildung setzen das Projekt “Empowered by Democracy” gemeinsam um. Ihre regionalen Einrichtungen suchen dabei gezielt die Kooperation mit bestehenden Netzwerken der Flüchtlingshilfe, der Migrant*innenselbstorganisationen, der Jugendsozialarbeit und weiteren Akteuren, die mit jungen Geflüchteten arbeiten. Ziel ist es, voneinander zu lernen und sich im fachlichen Austausch weiterzuentwickeln.