Wo stehen wir – wie geht es weiter?

Das war die zentrale Frage mit der sich am 26. und 27.02.2018 die Willkommenspat*innen der Louise-Schroeder-Schule und des Barnim-Gymnasiums zwei Tage lang auseinandersetzten. Im Gepäck kofferweise Erfahrungen mit der Umsetzung ihrer Projekte, die darauf abzielen neuen Mitschüler*innen mit Fluchterfahrung das Ankommen an ihrer Schule zu erleichtern. Aber auch viele Fragen und Neugier auf den Austausch mit der jeweils anderen Schule standen im Raum: Wie machen die das? Was hat bei denen geklappt, was nicht? Warum nicht? Was können wir besser machen, wie von denen lernen, was können die von uns lernen?

Und unter diesen Aspekten ging es nach einer kurzen Einführung los: Man stellte sich gegenseitig seine Projekte vor, nannte Gelingensbedingungen und scheute sich nicht, selbstkritisch zu benennen, was nicht so gut funktioniert hat, seit man aus dem Vorgängerseminar vom wannseeFORUM in den Schulalltag aufgebrochen war. Aber auch das gegenseitige Kennenlernen und gemeinsam Freizeit verbringen sollte nicht zu kurz kommen, waren doch etliche Schüler*innen neu zu den Projekten gestoßen und zum ersten Mal am wannseeFORUM zu Gast.

Am zweiten Tag ging es ans Eingemachte: Die Projekte wurden auf den Prüfstand gestellt und bis in die hinterste Ecke durchleuchtet. Dafür gab es eine kurze Einführung in das hilfreiche Diagnose- und Projektmanagementinstrument, die SWOT-Analyse. Die Matrix fragt nach Stärken und Schwächen des Projekts, nach Risiken und Chancen? Nach Bearbeitung der vier Felder der Matrix wurde vieles klarer. Der dabei auch entstandene Groll über fehlende Ressourcen für Projekte in der eigenen Schule wich schnell dem, Blick nach vorn und Pläne für Spendenaktion und Werbung für mehr Unterstützung wurden gemacht. Mit diesen konkreten Aktionsplänen, die beide Schulen mit nachhause nehmen konnten und einer Portion Stolz und Zuversicht machten sich alle dann  wieder auf die Rückreise, nicht aber ohne sich ein erneutes Widersehen zu wünschen.